Getarnter Faschismus

Ratzinger über Christentum als Aufklärung
( Autor: Ch´an (Mitglied seit: 24.4.2011) / Datum: 1.3.2013 13:37 Uhr / Geklickt: 10 mal )

 

Hi zusammen.

Pünktlich zu Ratzingers Entpapstung möchte ich einen Vortrag von ihm, gehalten 1999 in Paris, zur Diskussion stellen. Es geht um den Rationalitätsanspruch des Christentums und seine Stellung zu Philosophie, Aufklärung und polytheistischer Religiosität.

http://ivv7srv15.uni-muenster.de/mnkg/pfnuer/Ratzinger-Wahrheit.html

Hier sind die Stellen aus dem Vortrag, auf die es mir ankommt:

„Das Christentum hat nach dieser Sicht (des Paulus, der Apologeten und des Augustinus, Anm. Chan) seine Vorläufer und seine innere Vorbereitung in der philosophischen Aufklärung, nicht in den Religionen. Das Christentum beruht nach Augustinus und nach der für ihn maßgebenden biblischen Tradition nicht auf mythischen Bildern und Ahnungen, deren Rechtfertigung schließlich in ihrer politischen Nützlichkeit liegt, sondern es bezieht sich auf jenes Göttliche, das die vernünftige Analyse der Wirklichkeit wahrnehmen kann. Anders gesagt: Augustinus identifiziert den biblischen Monotheismus mit den philosophischen Einsichten über den Grund der Welt, die sich in verschiedenen Variationen in der antiken Philosophie herausgebildet haben.

(…)

Weil es so ist, weil das Christentum sich als Sieg der Entmythologisierung, als Sieg der Erkenntnis und mit ihr der Wahrheit verstand, deswegen mußte es sich als universal ansehen und zu allen Völkern gebracht werden: nicht als eine spezifische Religion, die andere verdrängt, nicht aus einer Art von religiösem Imperialismus heraus, sondern als Wahrheit, die den Schein überflüssig macht.

(..)

Wenn man demgemäß sagen darf, daß der Sieg des Christentums über die heidnischen Religionen nicht zuletzt durch den Anspruch seiner Vernünftigkeit ermöglicht wurde, so ist dem hinzuzufügen, daß ein zweites Motiv gleichbedeutend damit verbunden ist. Es besteht zunächst, ganz allgemein gesagt, im moralischen Ernst des Christentums, den freilich wiederum schon Paulus in Zusammenhang gebracht hatte mit der Vernünftigkeit des christlichen Glaubens: Das, was das Gesetz eigentlich meint, die vom christlichen Glauben ins Licht gestellten wesentlichen Forderungen des einen Gottes an das Leben des Menschen, deckt sich mit dem, was dem Menschen, jedem Menschen, ins Herz eingeschrieben ist, so daß er es als das Gute einsieht, wenn es vor ihn hintritt. Es deckt sich mit dem, was »von Natur gut ist« (Röm 2,14 f.).

(…)

Sein Inhalt (des Christentums, Anm. Chan) wird heute – letztlich wie damals – im Tiefsten darin bestehen müssen, daß Liebe und Vernunft als die eigentlichen Grundpfeiler des Wirklichen zusammenfallen: Die wahre Vernunft ist die Liebe, und die Liebe ist die wahre Vernunft. In ihrer Einheit sind sie der wahre Grund und das Ziel alles Wirklichen.“

Soweit Ratzinger.

Chan

Der Ober-Arsch oder die Antropomorphisierung

»Wenn es einen Gott gäbe, hätte er schon längst seinen Arsch aus den Wolken gestreckt und dieses Viertel zugeschissen.«

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht MUSS der Ansicht sein, WENN es einen Gott gäbe, dann ist es ein Arsch. Wahrscheinlich sogar ohne Ohren. Auf jeden Fall aber ein Etwas mit sehr eigenartigen Vorstellungen für diese unsere Welt.

Oder es ist Ihm egal.

 

http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/01/19/bei-stromberg-gott-als-arschloch-bezeichnet/

 

Prost

Bier hilft bei hartem Stuhlgang. Harter Stuhlgang kann sexuell erregend sein, da die Nervenbahnen, denen der Geschlechtsorgange benachbart sind. Altenpfleger sagen nicht umsonst: Stuhlgang ist der Sex des Alters. Ergo: Dieser ältere Pinguin hat seine Verdauungsprobleme versucht zu kurieren. Und wenn sie Muslima gewesen wäre, wäre das sogar i.O. da der Genuss von alkoholischen Getränken zur Therapie erlaubt ist. Tja, falsche Religion, falsches Weltblöd. Nicht mein Problem. Ich kann ganz offiziell zu meinem Lieblingskiosk gehen und meine Drogen … ähem »Medizin« öffentlich erwerben. Auch in der 40-%-igen Turboversion.

https://45.media.tumblr.com/390618c15e343b8335e2cb1e7d555cda/tumblr_mh5q8hNGBs1rjvesko1_250.gif

Konsequenz ist erforderlich

Ein Islamist steigt in Innsbruck in ein Taxi ein. Kaum Platz genommen, ersucht er den Taxifahrer das Radio auszuschalten.

„Ich möchte diese Musik nicht hören. Unsere Religion verbietet das und in der Zeit des Propheten gab es noch keine Musik, vor allem diese “ Tiroler Musik “ ist nur für euch Ungläubige.“

Der Taxifahrer schaltete darauf das Radio aus, blieb stehen und öffnete die hintere Tür. Der Moslem schaut ihn an und fragt: „Wieso bleibst du stehen?“

Der Taxifahrer antwortete: „In der Zeit des Propheten gab es noch kein Taxi, also steig aus und warte auf ein Kamel!“

»in der Zeit des Propheten gab es noch keine Musik« das mag bei den mit leichtem Gepäck umherziehenden, ziegenfickenden Beduinen so gewesen sein. Aber die sesshaften Kulturen hatten immer noch die Musik der reinen Jäger und Sammler weiterentwickelt.

Wenn man sich dann noch vorstellen, dass es im alten Rom bereits Taxis gab, hat man eine Vorstellung von der Rückständigkeit der Kultur auf der der Iss’lahm gewachsen ist – wenn es denn wirklich so war: http://lachsdressur.de/good-bye-mohammed/

Die Allmachtsphantasien des Herrn Kretschmann

> Kretschmann sprach sich in Stuttgart für eine „kooperative, ausbalancierte Trennung“ von Staat und Kirche aus.

Schwabbeldeutsch ohne konkrete Aussagen – inhaltsfreie Worthülsen.

> Diese bewahre den Staat vor Allmachtsphantasien.

Was hat der denn geraucht? »… bewahre den Staat vor Allmachtsphantasien«. Sieht er sich etwa als Monarch? »Der Staat« ist kein intentionales Gebilde, sondern induL eine Vielfalt von Einzelpersonen. Da gibt es per se kaum Allmachtsphantasien – außer bei Dr. Helmut und der war doch ein großer Christ vor dem Herrn oder war er gar der wiedergeborene Heiland, so wie A.H. vor ihm?

> Andererseits bringe eine „kooperative oder ausbalancierte Trennung“ die Kirchen dazu, sich in einem säkularen Kontext bewegen zu müssen.

Ach müssen die Krischen das nicht schon längst seit der Säkularisation? OK, dann mache ich gerne bei der Säkularisation 2.0 mit – diesmal machen wir es aber richtig!

> „Die Religionsgemeinschaften können ihre kulturelle Prägekraft nicht einfach nur behaupten, sondern müssen ihre Glaubensinhalte und Glaubenslehren vernünftig und plausibel gegenüber der Gesellschaft kommunizieren und sich den Fragen der Menschen aussetzen“, sagte er.

Das machen Sie ja. Und das Ergebnis sind so Aussagen wie:

  • »Wozu brauche ich das?«
  • »Das war früher vielleicht wichtig, aber heutzutage …«
  • »Kann es sein, dass das Unsinn ist?«

Und noch schlimmer, wenn ich dann mal ganz lebenspraktische Fragen habe, kommen keine Antworten: »Wie kann mir die Bibel beim Kauf eines Geschirrspülers helfen?«

> Das helfe Kirchen und Religionsgemeinschaften dabei „anschlussfähig an die Gesellschaft und zeitgenössisch“ zu sein.

Ähem. Wo Papst draufsteht ist Dogma drin. Da ist nicht mit flexiblem Zeitgeist und so.

>  Durch ein Abdrängen von Religion ins Private könne eine „grundsätzliche Dimension von Kultur“ verloren gehen.

Schwabbeldeutsch ohne konkrete Aussagen – inhaltsfreie Worthülsen.

> Das „bewährte Staat-Kirche-Verhältnis“ soll, wenn es nach ihm geht, auch auf andere Religionsgemeinschaften angewandt werden, sodass es zu einem „modernen und offenen Staat-Religionsgemeinschaft-Verhältnis“ werde.

Da haben sie wieder ihr Problem an der Backe: Machen Sie mal eine Definition von »Religionsgemeinschaften« und dann sehen wir mal weiter und halten auch die Hand auf.

Ein anderer Kommentar: http://hpd.de/node/17043

http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=7197

Bei evangelisch.de finde ich den letzten Absatz von Worthülsenplauderer Huber interessant. Spielt er damit an, dass in einer säkularen Gesellschaft ungläubige Theologen auch ein Auskommen haben können?

http://aktuell.evangelisch.de/artikel/89289/kretschmann-das-religioese-nicht-aus-dem-oeffentlichen-raum-verbannen